Querwege e. V.

Individuelle Hilfen/​Schulbegleitung

Was können wir erreichen?

Die ersten Wochen einer Eingliederungshilfe stehen im Zeichen des Kennenlernens. Auf der Grundlage des Auftrages, den wir vom Jugend- oder Sozialamt erhalten haben und Informationen der Eltern und der Schule gestalten wir zu Hilfebeginn das Kennenlernen der Schüler_innen. Ziel ist, die ersten Ziele aus dem vorläufigen Hilfeplan gemeinsam mit dem Schüler oder der Schülerin zu konkretisieren und mit ihr/ihm gemeinsam eigene, konkrete und realistische Ziele zu finden und aufzuschreiben.

Was wir dann erreichen können, sind manchmal große und manchmal kleine Schritte. Wichtig ist vor allem, dass mit „wir“ alle Beteiligten gemeint sind. Das Zusammenwirken von Eltern, Lehrkräften, Erzieher_innen und uns Eingliederungshelfer_innen zusammen mit dem Jugend- oder Sozialamt und gemeinsam mit dem jungen Menschen ist für den Erfolg und Verlauf einer Hilfe zur Teilhabe wichtig.

Gemeinsam können wir:

  • Stärken hervorheben
  • Selbständigkeit erhalten und fördern und zur Hilfe zur Selbsthilfe anleiten (Erfahrung von Selbstwirksamkeit)
  • die Reflexion von Verhaltensweisen anregen, neue Verhaltensweisen vorschlagen, üben und bei der Umsetzung unterstützen
  • soziale Regeln im Schulleben vermitteln (freie Zeiten, Pausen, Unterricht, Redezeiten usw.)
  • gute und lösungsorientierte Strategien in Konflikt- oder Überforderungssituationen erarbeiten und üben (Geduld, Gewaltfreiheit, Auszeiten, usw.)
  • daran arbeiten, dass die Kinder und Jugendlichen selbst ihre Bedürfnisse und Grenzen äußern und bei anderen erkennen können
  • die Teilhabe am Unterrichtsgeschehen ermöglichen durch die Assistenz im Umgang mit Arbeitsmaterialien, Wiederholung von Aufgabenstellung, Wegbegleitung usw.
  • die räumliche und zeitliche Orientierung im Schulalltag, im Schulgebäude und am Arbeitsplatz stärken
  • zur regelmäßigen Unterrichtsteilnahme motivieren (den Schultag pünktlich beginnen und beenden)
  • Pflegerische und medizinische Hilfsmaßnahmen in den Unterrichtsalltag integrieren, sodass ein hohes Maß an Teilhabe am gemeinsamen Schulleben möglich ist
  • die Kommunikation in/mit der Klasse oder Lerngruppe und mit den Lehrkräften verbessern, bspw. durch Gruppenarbeit, Erklären unterschiedlicher Interessen, Unterstützung im Kommunikationsaufbau
  • Kinder und Jugendliche schützen, bspw. bei Mobbing, Hänseleien oder Manipulation
  • die Kinder und Jugendlichen bei realen Gefahrensituationen schützen und begleiten, bspw. Bei Wanderungen, Gebäudewechseln, Klettern oder Überforderungssituationen

Das Hauptziel der Eingliederungshilfe ist, dass das Kind oder die/der Jugendliche weitestgehend selbständig am Schulleben teilnehmen kann und größtmögliche Unabhängigkeit von zusätzlicher Unterstützung erreicht.